Für Angelvereine, Teichbesitzer und Träger wasserbaulicher Maßnahmen.

Gewässerabhängige Pflanzen
Die oberirdischen Teile der Pflanzen sind Lebensraum für Insekten und Vögel und Amphibien,
die Halme und Wurzeln im Unterwasserbereich sind Aufwuchsfläche für Mikroorganismen.


Substratverhältnisse
Röhrichte sind hinsichtlich des Wuchssubstrats nicht sonderlich wählerisch. Die für die
Uferbefestigung bedeutsamen Arten wachsen sowohl in steinig-kiesigen Substraten als auch in schlammigen Untergrund. Wichtig ist jedoch, dass der Boden eine feste Verklammerung der Pflanzenwurzeln zulässt. Im Einzelfall kann es deshalb notwendig sein, zunächst entweder geeignetes Wurzelsubstrat ausspülsicher einzubringen, oder durch spezielle Verankerungen oder Abdeckungen ein Ausspülen der Pflanzen vor dem Anwurzeln zu verhindern. So sind z. B. Röhrichtmatten und Röhrichtwalzen gerade unter Berücksichtigung dieses Aspektes entwickelt worden.


Nährstoffbedingungen
Wasserpflanzen benötigen keine Nährstoffe aus dem Boden. Er hat lediglich Bedeutung
in Hinblick auf eine sichere Verankerung. Die Nährstoffversorgung kann aus dem Wasser
erfolgen. Da es bei uns in Mitteleuropa kaum noch oligotrophe Gewässer gibt, kann evt. Nährstoffmangel als Kriterium für eine Pflanzenauswahl vernachlässigt werden. Das bedeutet auch, dass aus pflanzenphysiologischer Sicht nur in den seltensten Fällen ein geeignetes Wuchssubstrat zusätzlich eingebracht werden muss.


Wellenschlag bei stehenden Gewässern
Je beruhigter der Wasserkörper ist, desto schneller können die Pflanzen anwachsen
und sich ausbreiten. Ab einer Anlauffläche von 50 Metern ist die Wellenbelastung für
die Pflanzen zu hoch und es sind zusätzliche wellenberuhigende Maßnahmen notwendig.
Grundsätzlich sollte in den am wenigsten wind- bzw. wellenexponierten Bereichen
gepflanzt werden. Dort können sich die Pflanzen etablieren und dann auch stärker
beanspruchte Standorte besiedeln.


Wasservögel
Vor allem an innerstädtischen Gewässern gibt es die Problematik mit einem zu hohen
Bestand an Wassergeflügel. Meistens besteht die Schädigung vor allem aus Verbiss,
Herausziehen, Vertritt (Fütterungsstellen) von Pflanzen und übermäßiger Verkotung
des Uferbereichs. Durch eine angepasste Auswahl an geeigneten Pflanzen lässt sich
trotzdem eine funktionierende Strukturverbesserung vornehmen.


Fließgeschwindigkeit und Erosion
Gesundes und wüchsiges Röhricht wird nicht durch den Sog der fließenden Welle aus
dem Boden herausgezogen. Versucht man, eine Röhrichtpflanze mit der Hand aus dem
Boden zu ziehen, so wird sie abreißen. Vielmehr gibt es zwei Ursachen für den Verlust
von Pflanzen durch Erosion: Zum einen kann der Boden abgespült werden. Hierdurch werden die Wurzeln der Pflanzen nach und nach freigelegt bis zum endgültigen Abspülen.
Zum anderen kann die Pflanze als ganzes absterben und dann herausgezogen werden.
Ursachen hierfür sind z. B. zu langer Überstau oder zu lange zu hohe Belastungen
durch Wellen (d. h. permanenter Stress). An fließenden Gewässern wachsen die Pflanzen nur ab der Mittelwasserlinie aufwärts. Mit ihren Wurzelwachstum stabilisieren sie dennoch die Unterwasserböschung.

Wasserreinigung und Lebensraum für Angel - und Gartenteiche. Gerade wenn keine Flachwassserzonen vorhanden sind, ersetzt das schwimmende Wurzelwerk Laiichhabitate und Schutzzonen für Fische und reinigt biologisch das Wasser.

Erosionstschutz für Uferränder - und Böschungen. Neben der Festigung des Ufers baut man automatisch Schutzzonen für Fisch und Amphibien und verbessert die Wasserqualität durch die Entnahme von Nährstoffen.

Lebensraum für Insekten, Amphibien, Reptilien und Fische. Sie bieten Schutz vor Erosion und reinigen die Gewässer. Ein Grundbaustein für ein funktionierendes Gewässer.

Pflanzen

Uferzonen